01.10.2018

Unsere religions-politischen Forderungen

1. Rechte für alle Religionsformen

Wir wollen Staatsverträge mit den alevitischen Gemeinden und perspektivisch mit islamischen Gemeinschaften, um zum Beispiel Bestattungen nach den jeweiligen religiösen und weltanschaulichen Vorschriften zur ermöglichen und gegebenenfalls Feiertagsregelungen anzupassen.

 

2. Religionsunterricht im Klassenverband als Ethik und Weltanschauungsunterricht

Es ist aus unserer Sicht richtig, dass gerade Religionsfragen im Klassenverband besprochen werden. Ganz besonders geeignet ist dafür ein Ethik- und Weltanschauungsunterricht, im Rahmen dessen sich Schüler*innen mit religiös-kulturgeschichtlichen Traditionen auseinandersetzen können. Schule soll die gegenseitige Akzeptanz und den gegenseitigen Respekt stärken, auch zwischen verschiedenen Religionen. Leider lässt unsere Verfassung einen solchen Unterricht zur Zeit nicht zu. Deshalb müssen wir im Rahmen des Systems für Toleranz und Vielfalt werben.

 

3. Kirchliches Arbeitsrecht reformieren

Wir sind der Meinung, dass Beschäftigte in Kirchen und Betrieben kirchlicher Träger die gleichen Rechte brauchen wie alle anderen. Wir wollen Koalitionsfreiheit und Streikrecht als soziale Grundrechte für Arbeitnehmer*innen auch in Betrieben in kirchlicher Trägerschaft gewährleisten. Durch die Änderung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) und der arbeitsrechtlichen EU-Antidiskriminierungsrichtlinie sollen Ausnahmen für die Religions- und Weltanschauungsgemeinschaft enger gefasst werden.

 

4. Antisemitismus – nicht mit uns

Wir stellen uns Antisemitismus entschieden entgegen. Aus diesem Grund wollen wir uns für die Sensibilisierung in Schulen stark machen und die Gedenkstättenarbeit stärken. Wir fordern, dass jüdische Begegnungsräume finanziell und politisch unterstützt und Synagogen saniert werden.

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URL:https://eka-von-kalben.de/unterwegs-in-sh/religions-tour-2018/expand/692587/nc/1/dn/1/