Das muss dann mal weg!

 

Jahrhundert-Sommer 2018, „Fridays For Future“-Demos, Schlei-Skandal

Was braucht es noch, bis wir verstehen, dass ein „Weiter wie bisher“ nicht mehr tragbar ist? Wir Grüne kämpfen seit jeher für den Umweltschutz und gegen den Klimawandel. Gerade jetzt, wo durch anhaltende Klimaproteste endlich auch die Öffentlichkeit über Klima- und Umweltschutz spricht, muss der Fokus aufrechterhalten werden. Mit meiner diesjährigen Sommertour will ich genau das tun: Ich werde eine Woche lang eine unserer großen Umweltsünden von allen Seiten beleuchten und in den öffentlichen Fokus bringen

 

Die Wegwerfgesellschaft

Wir Deutschen sind Europameister - nur leider nicht im Fußball…

• Nur 15% des Gelben Sackes werden recycled

• 5-13 Millionen Tonnen Plastikmüll landet jährlich in den Meeren

• Deutschland ist der größte Plastikproduzenten in der EU

• Jährlich fallen in DE ca. 220 kg Verpackungsmüll pro Person an

Gegenstände aus Plastik haben meist schon nach kurzem Gebrauch ausgedient, obwohl Plastik extrem langlebig ist. Verpackungen sind vordergründig Werbeträger, während gesetzte Hygieneverordnungen den Kauf von Lebensmittel in eigenen Behältern erschweren. Gemüse und Obst wird oft völlig unnötig in Plastik verpackt, obwohl die Natur bereits ihre eigene Verpackung produziert hat. Wasser kaufen wir abgefüllt in PET-Flaschen, obwohl unser Leitungswasser das best-kontrollierteste Nahrungsmittel ist. Währenddessen verenden Vögel und Meerestiere, weil Sie Plastikartikel im Meer für Nahrung halten. Unsere Meere, unsere Böden, unsere Organismen sind bereits mit Mikroplastik stark kontaminiert… um nur einige negativen Auswirkungen unseres Konsumverhaltens zu nennen.

• Welche Konsequenzen hat unser Konsum verhalten?

• Was kann weiter- oder wiederverwendet werden und wie sinnvoll ist das?

• Was ist eigentlich Müll und was Ressource?

• Warum heißt unser Abfallgesetz „Kreislaufwirtschaftsgesetz“, wenn ein Kreislauf nicht zu erkennen ist?

• Was können Verbraucher*innen tun, aber wo sind die gesetzten Grenzen?

• Wie kann Politik den Handel und die Produzenten dazu bringen, weniger Verpackungen um Ihre Produkte zu bauen?

• Oder müssen wir einfach ganz neu denken? Und wenn ja, wie?

 

Was können wir tun?

So viel ist klar: Abfallrecht ist Bundesrecht. Auf Gesetzesebene können wir als Landtagsfraktion nicht direkt eingreifen. Auch Abgaben auf Plastik bzw. Verpackungen oder ein Ende der Steuerbegünstigung für Plastikerzeugung wird auf Bundes-, nicht auf Landesebene geregelt. Mit dieser Erkenntnis will ich mich aber nicht zufrieden geben. Was kann ich sowohl als einzelne Konsumentin, aber auch als Landtagsabgeordnete tun, um unserer Wegwerfgesellschaft etwas entgegen zu setzen?

Viele Schleswig-Holsteiner*innen sind bereits mit klugen Ideen und Engagement weiter als die Politik. Sie initiieren Repair-Cafés und veranstalten Kleidertauschpartys. Der Handel beteiligt sich vielenorts an Initiativen wie z.B. dem „ReCup-Becher-System“ in Lübeck. Findige Unternehmer*innen produzieren Dämmstoffe aus Seegras oder verwerten eigentlich nutzlose Gräser-Reste zu Energie. Ich lade Sie herzlich dazu ein, mich auf meiner diesjährigen Sommertour zu begleiten und gemeinsam mit mir Wege aus unserer Wegwerfgesellschaft zu finden

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