20.02.2019

Wolf: Es muss ein sachgerechter Rahmen für die Koexistenz gefunden werden

Zu den Äußerungen des CDU-Fraktionsvorsitzenden Koch zum Thema Wolf sagt die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Eka von Kalben:

Die Schafhaltung auf den Deichen ist praktizierter Küstenschutz. Im Umgang mit dem Wolf haben wir hier eine besondere Situation, weil wir weil wir sie nicht so einzäunen können, dass Wölfe abgehalten werden können. Deshalb brauchen wir eine Ausnahmeregelung.

Es ist gut, dass der Umweltminister gemeinsam mit dem Land Niedersachsen, das vor ähnlichen Problemen steht, diesbezüglich eine Klarstellung bei der EU-Kommission und dem Bund einfordert. Das Ziel ist, dass Schafhalter*innen auch ohne Herdenschutzmaßnehmen Ausgleichszahlungen erhalten können, wenn ihre Schafe von einem Wolf gerissen wurden und dass ein Problemwolf in diesen Gebieten gegebenenfalls abgeschossen werden kann.

Diese Regelungen sind im Rahmen des geltenden EU-Artenschutzrechts möglich. Wir brauchen dazu keine Gesetzesänderung. „Wolfsfreie Gebiete“ sind praktisch nicht umsetzbar und rechtlich unzulässig.

Stattdessen muss ein sachgerechter Rahmen für die Koexistenz gefunden worden. Der Umweltminister Jan Philipp Albrecht hat dafür die richtigen Schritte eingeleitet.

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URL:https://eka-von-kalben.de/presse/pressemitteilungen/expand/702304/nc/1/dn/1/