Auffälliger Wolf: Grüner Kreisverband fordert sachliche Debatte

Auffälliger Wolf: Grüner Kreisverband fordert sachliche Debatte

Risse im Kreis Pinneberg müssen weiter aufgeklärt und die nächsten Schritte zügig geprüft werden.

Pinneberg. Bereits im November und Dezember haben sich die Grünen des Kreises mit dem Wolfsmanagement sowie den Landwirt*innendes Kreises Pinneberg auseinandergesetzt, um sich über Herausforderungen und offene Fragen im Umgang mit den mehrfachen Schafsrissen zu informieren.

Nach den erneuten Vorfällen imJanuar drängte der Kreisverband der Partei auf den Abschluss der wissenschaftlichen Untersuchungen und die zügige Durchführung von Präventionsmaßnahmen.

„Eine rasche Aufklärung und der Dialog mit den Landwirt*innen sind uns sehr wichtig“, so die Landtagsabgeordnete und Fraktionsvorsitzende Eka von Kalben, die sich letzte Woche in einem persönlichen Termin mit dem Vorsitzenden des Kreisbauernverbandes, Georg Kleinwort, über dieHerausforderungen der Landwirt*innenaufklären ließ. Nach der Bestimmung des genetischen Profils des Wolfes, der in Pinneberg mehrere Zäune überwunden hat, ist es für die Grünen im Kreis nun erforderlich, weitere Schritte zu unternehmen und Prüfungen einzuleiten, wie es das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung inzwischen getan hat.

„Einer Entnahme würden wir uns, auch wenn es uns als Partei, der der Artenschutz wichtig ist, viel abverlangt, nicht entgegenstellen. Eine amtlich bestätigte Notwendigkeit und die sorgfältige rechtliche Prüfung durch das Ministerium vorausgesetzt“, so die Grüne Kreissprecherin Gertrud Borgmeyer.

Gleichwohl mahnen die Kreisgrünen zur Besonnenheit und zu einer Versachlichung der Debatte. „Nicht jeder Wolf, ist ein sogenannter ‚Problemwolf‘“, ergänzt Borgmeyer, „hierfür müssen wir in der Bevölkerung das Bewusstsein schärfen. Aufklärung und Prävention sind wichtig".

Schleswig-Holstein ist mit seinem ausgewogenen Wolfsmanagement auf einem guten Weg.

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