19.09.2020

Verkehrswende in der Metropolregion

Täglicher Stau, Abgase und Straßenlärm: dies alles nervt und belastet uns im Kreis Pinneberg und in der Metropolregion Hamburg seit Jahren.

Zu viele Autos und Lkw auf den Straßen schränken die Lebensqualität der Menschen in der Region erheblich ein. Die Emissionen machen uns und unsere Umwelt krank und heizen die Klimakrise an. Sauberere Treibstoffe, bessere Abgasfilter und Elektromobilität sorgen zwar im Prinzip für weniger Dreck als noch 1995. Aber dieser Fortschritt wird durch immer größere Autos und den stark gestiegenen Autoverkehr praktisch aufgehoben. Nach Angaben des Umweltbundesamtes ist dieser von 1995 bis 2018 um knapp 14% gestiegen.

Wir Grüne setzen uns seit Jahren für eine Verkehrswende ein: weniger Individualverkehr, mehr und besserer Öffentlicher Nahverkehr, mehr Radverkehr und mehr Wege zu Fuß. Jetzt kommt Fahrt in das Thema: dank starker Grüner in den Kommunen, im Kreis, im Land und in der Hansestadt Hamburg – jetzt auch mit einem neuen Mobilitätssenator Anjes Tjarks an der Spitze. Das stärkt die zentralen Projekte in unserer Region: insbesondere den Radschnellweg zwischen Elmshorn und Hamburg sowie die S 4 West.

Um Diesel zu sparen und durch Windstrom zu ersetzen, wurden 55 Triebwagen bestellt, die mit und ohne Oberleitung elektrisch fahren können. Das ist gut für die Umwelt und fürs Geld. Auch die geplante Einrichtung einer Expressverbindung zwischen Uetersen und Tornesch – mit der Perspektive, weiter direkt nach Hamburg zu führen – ist ein wichtiger Baustein für die Verkehrswende in der Metropolregion. In Hamburg werden immer mehr Verkehrsräume attraktiver für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen gestaltet. Menschen werden animiert, das Auto stehen zu lassen – die Verkehrswende nimmt Fahrt auf.

Jetzt gilt es, überall vor Ort den Fokus weiter auf den Ausbau einer guten und sicheren Infrastruktur zu legen – damit Bahnhöfe, Bushaltestellen und weitere Ziele problemlos zu Fuß oder mit dem Rad zu erreichen sind. Nur so sind Alternativen zum Auto für die Menschen in ihrem Alltag attraktiv und praktikabel. Die Gelder für den Ausbau des ÖPNV in den Kommunen haben wir im Land um 5 Mio. jährlich erhöht und erhöhen diesen Betrag jährlich um weitere 1,8%. Hinzu kommen über den Finanzausgleich jährliche Infrastrukturmittel von 59 Mio. Euro, welche die Kommunen frei verwenden können.

Wir müssen das Leben ohne Auto bequem und bezahlbar machen, wenn wir die Klimakrise ernst nehmen und eine lebenswerte Zukunft für uns, unsere Kinder und Kindeskinder wollen.

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