08.02.2019

Kita-Reform: Mehr Qualität und Budget auch für Norderstedt

Mit der geplanten Reform will das Land Schleswig-Holstein Kitas finanziell besser ausstatten, aber auch stärker in die Pflicht nehmen.

Fraktionsvorsitzende und Landtagsabgeordnete Eka von Kalben (B‘90/Grüne) besuchte vergangene Woche mit einer kleinen Delegation die Kita Frederikspark des Trägers Der Kinder wegen gGmbH.

Mit großem Interesse ließ von Kalben sich durch die Kita in der Lawaetz-straße, in der 70 Kinder ganztags betreut werden, führen und zeigte sich von der dort ansässigen Produktionsküche, in der das Mittagessen für alle sechs Einrichtungen des Trägers zubereitet wird, sehr beeindruckt. „Eine gesunde und nachhaltige Ernährung gehört zu unserem expliziten Angebot, deswegen kochen wir nicht nur selber, wir achten bei der Pro-duktauswahl auch darauf, dass die Lebensmittel regional produziert oder angebaut und mit möglichst geringem Verpackungsaufwand geliefert werden“, so Sabine Blank, Leiterin der Produktionsküche.

Während der Führung durch die Räumlichkeiten betonte von Kalben ihr Ziel, im Zuge der landesweiten Kita-Reform auch den vergleichsweise hohen Betreuungsstandard in Norderstedt weiter zu verbessern: „Unser Wunsch, die Finanzierung und Ausstattung von Kitas landesweit einheitlicher zu gestalten und so die Qualität der frühkindlichen Bildung insgesamt zu erhöhen, schließt selbstverständlich auch bereits gut aufgestellte Städte wie Norderstedt ein“, versicherte von Kalben. Ulf Bünning, Geschäftsführer Der Kinder wegen gGmbH ergänzte: „Wir freuen uns, wenn die Reform des Kita-Gesetzes auch in Norderstedt zu noch mehr Betreuungsqualität führen kann. Zum Beispiel im Bereich der Fort- und Weiterbildung sowie dem fachlichen Austausch unserer Mitarbeitenden sehen wir noch Potenzial.“

In dem anschließenden Gespräch mit der Norderstedter Dezernentin Anette Reinders wurde insbesondere der Fachkräftemangel im Hamburger Rand thematisiert. Sowohl stark steigende Kinderzahlen als auch eine weiterhin hohe Nachfrage nach Krippenplätzen erfordern die Schaffung weiterer Plätze in neuen Einrichtungen. Damit verbunden sind erhebliche Anstrengungen, geeignetes Fachpersonal zu finden; oftmals können Gruppen aufgrund von Personalengpässen erst zu einem späteren Zeitpunkt öffnen. „Mit der Einführung der praxis-integrierten Ausbildung in Norderstedt werden wir neue Wege gehen und die Ausbildung attraktiver machen“, berichtete Stadträtin Reinders. Durch eine Kooperation der Berufsbildungszentren im Kreis Segeberg wird es erstmalig, voraussichtlich ab August 2019, möglich sein, eine vergütete Erzieherausbildung in Norderstedt zu absolvieren. Auch von Kalben brennt das Thema Fachkräftemangel unter den Nägel: „Für diese Herausforderung müssen wir vielfältige und vielleicht auch unorthodoxe Lösungen finden, damit wir die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch tatsächlich gewährleisten können. Selbstverständlich ist es gleichzeitig unser Anliegen, die Qualität in den Kitas weiter zu entwickeln.“

zurück

URL:https://eka-von-kalben.de/im-kreis-segeberg/presse-segeberg/expand/701990/nc/1/dn/1/